Vom Arbeitsplatz bis in den Freizeitbereich, nahezu alle Bereiche unseres alltäglichen Lebens sind von Medien durchdrungen. Durchschnittlich beschäftigen wir uns täglich vier bis fünf Stunden mit Medien, seien es Bücher, Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen oder das Internet. So hörten die Deutschen (ab 14 Jahre) in 2011 186 Minuten am Tag Radio und lauschten 31 Minuten unterschiedlichen Tonträgern, 188 Minuten sahen sie fern und nutzten 4 Minuten einen Videospieler. Insgesamt (inkl. PC-Nutzung) kommen so allein für die Nutzung audiovisueller Medien im Durchschnitt 470 Minuten zusammen (Media Perspektiven, Basisdaten 2011). Auch nahezu alle beruflichen Aktivitäten sind mittlerweile mit aktiver Mediennutzung verbunden. Medien dienen dabei u.a. der Information, der Kommunikation, aber auch zu einem immensen Teil der Unterhaltung. Sie beeinflussen unser Denken und Fühlen, unser Verhalten und unsere Entscheidungen, den Umfang und die Art unserer sozialen Kontakte. Sie eröffnen dem Menschen als Mediennutzer neue Möglichkeiten, bergen aber auch die in der öffentlichen Debatte immer wieder hervorgehobenen Risiken. Zudem stellen sie steigende Anforderungen an unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten. Als Mitglied der modernen Informationsgesellschaft sollte man die Regeln kennen, nach denen die Medien funktionieren. Man sollte wissen, wie Menschen mit Medien umgehen und welche Wirkungen Medien auf Menschen haben können. Die Medienpsychologie liefert psychologische Ansätze zur Erklärung von Medienwahl, Mediennutzung und Medienwirkung.