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    Medienpsychologie

    Forschungsprojekt: Süß und Sexy - Die Psychologie des Designs von Medienfiguren (Dr. Lange/Adler)

    Comics und Zeichentrick sind nur etwas für Kinder? Falsch gedacht. Denn sowohl die Stories des Comicbuchhelden Batman als auch des Manga-Charakters Luffy (One Piece) fesseln nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene. Während westliche Comics in Deutschland früher Fuß gefasst haben als Manga, können die japanischen Comics heutzutage als etabliert und Teil einer Popkultur angesehen werden (Garber, 2018, Treese, 2006). Nicht selten wird ein besonders erfolgreicher Manga auch in eine entsprechende Zeichentrickserie - sog. Anime - überführt (Treese, 2006). Ein Format, das bei einer bunt durchmischten Zielgruppe gut ankommt. Jung und Alt lesen Manga und Anime - insbesondere in Japan.

    Ein Nischenmarkt, den es zu vergleichen lohnt. Betrachtet man die Darstellung der Charaktere mit eher westlichen Comicbuch-Helden, zeigt sich, dass Manga- und Anime-Figuren scheinbar einem besonderen Design folgen. Nicht selten fallen einem dabei sehr große Augen (Cooper-Chen, 2012; Lu, 2008), schmale Nasen (Lu, 2008) sowie unrealistische Körperstaturen (Lu, 2008) ins Auge. Doch was macht Anime und Manga so besonders? Welche Unterschiede lassen sich zu anderen Formaten aufzeigen? Nutzen Manga und Anime möglicherweise unsere Vorliebe für das Niedliche (bspw. Kindchenschema; Lange & Schwab, 2017) aus? Wie steht es dabei um die westlichen Comicbuch-Helden? Gibt es Unterschiede zwischen Anime, die sich an Mädchen richten (shojo) oder Anime, die eine männliche Zielgruppe erreichen sollen (shonen)? Und wie wirken die Figuren auf den Rezipienten? Neben einer intensiven Betrachtung der bisher eher wenig erforschten Phänomene Manga und Anime lohnt aber auch ein Blick auf westliche Comic- / Cartoon- und Videospielfiguren. Wieso sind diese so gestaltet, wie sie gestaltet sind? Welche Rolle spielt hier das Kindchenschema (Lange & Schwab, 2017)? Und welche Rolle spielen Merkmale, die nach den Ergebnissen der evolutionspsychologischen Partnerwahlforschung als attraktiv gelten können?

    Mit diesen Fragen beschäftigt sich unsere diesjährige Vertiefung.

    Literatur: Cooper-Chen, A. (2012). Cartoon planet: the cross-cultural acceptance of Japanese animation. Asian Journal of Communication, 22(1), 44-57. Garber, E. (2018). Tuning in to anime. : What used to be a niche market is burgeoning into a worldwide sensation, with consumers of every age seeking out merchandise based on their favorite anime brands. License! Global, 20(6), 54-57. Lange, B. P., & Schwab, F. (2017). Das Kindchenschema bei Medienfiguren. In C. Schwender, B. P. Lange, & S. Schwarz (Hrsg.), Evolutionäre Ästhetik (S. 163-181). Lengerich: Pabst Publishers. Lu, A. S. (2008). The many faces of internationalization in japanese anime. Animation: an interdisciplinary journal, 3(2), 169-187. Treese, L. (2006). Go East!. Zum Boom japanischer Mangas und Animes in Deutschland. Eine Diskursanalyse. Berlin: LIT Verlag. ___________________________________________________________________________________________________________

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