piwik-script

Intern
    Medienpsychologie

     

    “Alexa, worum geht es in diesem Forschungsprojekt?”

    “Ich habe gute Nachrichten! In dem Forschungsprojekt geht’s um mich.”

    Ob am Handy, zuhause oder im Auto - Sprachassistenten erobern unseren Alltag und interagieren mit uns, wie wir es bisher nur von einem menschlichen Gegenüber kennen: Alexa, Google Now und Siri reden mit uns. Und wir antworten. Wobei uns natürlich klar ist, dass wir mit technischen Geräten reden und dass Alexa kein Mensch ist!

    Oder etwa doch nicht?

    Erste Studien liefern z.B. Hinweise, dass Nutzer/innen höflich zu Alexa sind, dass sie also soziale Regeln aus der Mensch-Mensch-Interaktion auf den Umgang mit technischen Geräten übertragen. Dass wir technischen Geräten - oft unbewusst - menschliche Züge zusprechen, ist nicht erst seit Alexa & Co. der Fall. Bereits in den 1990er Jahren erkannten Forscher, dass die guten alten Desktop Computer soziale Reaktionen auslösen können. Sie erklärten das Phänomen mit dem Konzept der “media equation” und erkannten in Computern “social agents” (Reeves & Nass, 1996). Neuere Forschung übertrug diese Idee auf Smartphones und zeigte hier: Menschen befolgen auch im Umgang mit Mobiltelefonen Höflichkeitsregeln. Zudem reichen kleine Hinweise wie die Farbe der Handyhülle aus und schon schreiben Probanden dem Telefon ein Geschlecht zu (Carolus et al., 2018).

    Diese - auf den ersten Blick irrationale - Seite der Mensch-Technik-Interaktion werden wir in unserem Projekt gemeinsam erforschen und z.B. fragen: Wie reagieren Nutzer, wenn ein Smartphone oder ein Sprachassistenten plötzlich gar nicht mehr so nett antwortet, sondern unfreundlich oder gar ausfallen wird? Schreiben wir Sprachassistenten wie z.B. Alexa eine Persönlichkeit zu? Kaufen wir ein Produkt eher, wenn Alexa es uns empfiehlt?

    Und weiter: Wenn wir viel Zeit mit einem Gerät verbringen, wie das derzeit mit dem Smartphone der Fall ist: Entwickeln wir dann eine Art “emotionale Beziehung” zu dem Gerät? Ist das Smartphone für uns eine Art “digital companion"?

    Fragen dieser Art werden wir uns stellen und gemeinsam bearbeiten.

    “Alexa, haben wir etwas vergessen?”

    “Passt soweit. Ich freu mich auf Euch. Wir sehen uns!”

    References:

    Carolus, A., Schmidt, C., Muench, R., Mayer, L., & Schneider, F. (2018). Pink stinks - at least for men. How minimal gender cues affect the evaluation of smartphones. In M. Kurosu (Eds.), Human-Computer Interaction. Interaction in Context. HCI 2018. Lecture Notes in Computer Science, vol 10902 (pp.512-525). Springer, Cham.

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Facebook weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Hinweis zum Datenschutz

    Mit 'OK' verlassen Sie die Seiten der Universität Würzburg und werden zu Twitter weitergeleitet. Informationen zu den dort erfassten Daten und deren Verarbeitung finden Sie in deren Datenschutzerklärung.

    Kontakt

    Lehrstuhl für Medienpsychologie
    Oswald-Külpe-Weg 82
    Campus Hubland Nord
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-84349
    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Hubland Nord, Geb. 82
    Hubland Nord, Geb. 82