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Medienpsychologie

Der Lehrstuhl Medienpsychologie auf der 68. Jahrestagung der ICA

05.06.2018

Die 68. Jahrestagung der International Communication Association (ICA) fand vom 24. bis 28. Mai 2018 in Prag statt, der Lehrstuhl Medienpsychologie war mit ingesamt zwei Beiträgen vertreten.

Die 68. Jahrestagung der ICA fand unter dem Motto "Voices- Theorizing about as well as the creation, representation, expression and impact of voices in systems that are bound interpersonally, organizationally, culturally, politically, or socially" statt. 

In diesem Zusammenhang präsentierten Dr. Astrid Carolus, Ricardo Münch, Florian Schneider und Catharina Schmidt ihre Ergebnisse der Studie "Impertinent Mobiles- Effects of Politeness and Impoliteness in Human-Smartphone Interaction", die angelehnt an das Paradigma "Computers as Social Actors" (Nass, Steuer & Tauber, 1994) die Interaktion von Menschen mit Smartphones untersuchte. Spezieller interagierten Probanden mit einem Smartphone, das entweder mit einer weiblichen oder männlichen Stimme kommunizierte und höfliches oder unhöfliches Feedback gab. Das Smartphone wurde dabei vor und nach dem Feedback hinsichtlich der Variablen Kompetenz und Freundlichkeit bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das Smartphone nach einem höflichen Feedback freundlicher und nach einem unhöflichen Feedback unfreundlicher und inkompetenter als zuvor bewertet wurde. Zusätzlich hatte das Geschlecht der Stimme des Smartphones einen Einfluss auf die Bewertungen: Unhöfliche Smartphones mit männlicher Stimme wurden hinsichtlich ihrer Kompetenz weniger positiv bewertet als unhöfliche Smartphones mit weiblicher Stimme. 

Die oben genannten Autoren und Autorinnen präsentierten eine weitere Studie in ihrem Vortrag mit dem Titel "Hey There! I am Using WhatsApp to Increase Social Capital- WhatsApp and Social Capital". Die vorgestellte Studie greift die Idee von Ellison, Steinfield und Lampe (2007), die zeigen konnten, dass es positive Zusammenhänge zwischen der Facebook-Nutzung und dem Sozialen Kapital gibt, auf und fokussiert sich dabei auf WhatsApp (WA). Wie in der Vorgängerstudie wurden Studierende online zur WA-Nutzung, den drei Varianten des Sozialen Kapitals sowie ihrem Selbstwert und ihrer Lebenszufriedenheit befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die WA-Nutzung signifikant zur Vorhersage des Bridging-Social-Capitals, zum Bonding-Social-Capital und zum Maintained-Social-Capital beiträgt. Ähnlich wie vor zehn Jahren für Facebook deutet sich auch für WhatsApp eine Relevanz für das Soziale Kapital an. 

 

Literatur

Ellison, N. B., Steinfield, C., & Lampe, C. (2007). The Benefits of Facebook “Friends: ” Social Capital and College Students’ Use of Online Social Network Sites. Journal of Computer-Mediated Communication, 12(4), 1143–1168.

Nass, C., Steuer, J., & Tauber, E. R. (1994, April). Computers are social actors. In Proceedings of the SIGCHI conference on Human factors in computing systems, 72-78.

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