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    Medienpsychologie

    Informationen zum Projekt „Suizidprävention Deutschland – Aktueller Stand und Perspektiven“

    Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid. Das Projekt “Suizidprävention Deutschland”, das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert wird, setzt sich zum Ziel, die Suizidprävention in Deutschland zu verbessern und so diese Zahl zukünftig deutlich zu senken (www.suizidpraevention-deutschland.de). Hierzu hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Fördermittel bewilligt, u.a. für einen Statusbericht.

    Suizidalität: ein komplexes Phänomen

    Suizidalität umfasst gesellschaftlich-kulturelle, individuell-psychologische und biologische Aspekte. Suizid und Suizidalität berühren zahlreiche Bereiche und werden darin auch thematisiert u. a. in der Philosophie, den Religions-, Literatur-, Kommunikations-, Neuro- und Rechtswissenschaften. Auch die Soziologie,, Medienforschung, Pädagogik, Psychologie, Medizin und Biologie  beschäftigen sich mit Suizidalität. Suizidprävention ist daher nur interdisziplinär unter Beteiligung vieler unterschiedlicher Experten/innen und Laien möglich.

    Studien zur Suizidprävention zeigen Möglichkeiten der gezielten Beeinflussung der Suizidraten. In verschiedenen nationalen Programmen, regionalen Initiativen und einzelnen Projekten konnte eine deutliche Reduktion der Anzahl der Suizide erreicht werden.

    Suizidprävention: eine gesellschaftliche Aufgabe

    Um nachhaltig zu wirken und die Tabuisierung suizidalen Verhaltens aufzuheben, ist die Beteiligung möglichst vieler gesellschaftlicher Institutionen und Organisationen notwendig. Suizidprävention sollte die Angehörigen und weitere Betroffene mit einbeziehen. Von jedem Suizid bzw. Suizidversuch sind laut WHO im Durchschnitt mindestens sechs Angehörige betroffen, die oft auch selbst Hilfe benötigen. Suizidales Verhalten von Angehörigen führt aufgrund von depressiven Syndromen mit Gedanken an Schuld häufig zu weiterem suizidalen Verhalten. Ebenso berücksichtigt werden müssen weitere nahestehende Menschen (z.B. Arbeitskollegen, Mitschüler), in Ausübung ihres Berufes mit Suiziden konfrontierte Menschen (z.B. Ärzte, Therapeuten, Angehörige von Pflegeberufen, Polizisten, Feuerwehrangehörige u.v.a.m.) sowie Zeugen suizidaler Handlungen.

    Das nationale Suizidpräventionsprogramm: Helfen Sie mit

    Wir bemühen uns auf die Suizidproblematik evidenzbasiert einzugehen und wirkungsvolle, regional angepasste Strukturen für eine bessere Primärprävention (allgemeine suizidpräventive Maßnahmen), sekundäre (Erkennung und Behandlung suizidgefährdeter Menschen) und tertiäre Prävention (Versorgung von Personen nach einem Suizidversuch) zu schaffen. Jeder, der Hilfe sucht, sollte unkompliziert und schnell qualifizierte Hilfe finden können.

    Statusbericht: Online-Befragungen

    Aktuell führen die thematisch organisierten Projektgruppen Recherchen und Befragungen durch. Ziel ist es, möglichst vielfältige Perspektiven und Expertisen relevanter gesellschaftlicher Akteure in die Entwicklung neuer, adäquater Konzepte und Präventionsstrategien einzubeziehen. Unter der Gesamt-Projektleitung von Frau Prof.in Dr. Barbara Schneider wurden acht Projektgruppen initiiert:

    TPG1: Suizidprävention in der Kindheit und Jugend

    TPG2: Suizidprävention im beruflichen Umfeld

    TPG3: Suizidprävention für alte Menschen

    TPG4: Suizidprävention in der medizinischen Versorgung

    TPG5: Palliative Versorgung, Hospizarbeit und Seelsorge am Ende des Lebens

    TPG6: Niedrigschwellige Suizidprävention im psychosozialen gesellschaftlichen Bereich

    TPG7: Verfügbarkeit von Suizidmethoden und –mitteln

    TPG8: Suizidprävention und Medien

    Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Projektgruppen finden Sie hier.

     

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    Lehrstuhl für Medienpsychologie
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